Es gibt eine Reihe von Beschwerden und Krankheiten, die mit den herkömmlichen Methoden der Schulmedizin weder diagnostiziert noch behandelt werden können. Dies betrifft besonders Erkrankungen des Bewegungsapparates und weitere chronische Erkrankungen. Methoden der konkomitanten Medizin helfen hier vielfach weiter und verhindern, dass der Patient in die psychisch-psychosomatische Ecke gestellt wird.
(Eigenartigerweise haben sehr viele sog. Schmerztherapeuten die Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“. Warum wohl. )
Die Medizin fordert von den Ärzten leitliniengerechte Diagnostik und Therapie. Dies ist häufig gar nicht möglich. Vor allem wird dadurch der Apparatemedizin unnötig Vorschub geleistet und der gesunde Menschenverstand bleibt auf der Strecke, besonders aber die Untersuchung mit den fünf Sinnen-und Berücksichtigung der „Triad of Health“ (siehe unter Applied Kinesiology auf dieser web Seite.
An dieser Stelle möchte ich auf das Buch: „Die verlorene Kunst des Heilens“ von Bernard Lown verweisen. (berühmter amerikanischer Kardiologe mit mehr als 20 Ehrendoktorwürden)
"Herzerkrankung"
42-jähriger Bäcker stellt sich in der Sprechstunde mit Schmerzen in der linken Brust vor. In den vergangenen 2 Jahren war er meist nachts mit Blaulicht in die Klinik zur Abklärung eines Herzinfarktes gebracht worden. Da sich dieses „Spiel“ nun schon zum x-ten Mal ereignete, erfolgte die Weiterleitung der Inneren Abteilung eines Krankenhauses zur Universität. Dort erfolgte die Durchführung eines Herzkatheters-ebenfalls ohne Befund.
Die „Blaulichtaffären“ gehören seit Jahren der Vergangenheit an. Bei der Untersuchung findet sich sowohl ein Druckschmerz im vorderen oberen Brustwandbereich, als auch hinten in der Höhe der 3. und 4. Rippe am Übergang zur Brustwirbelsäule. Die Beweglichkeit in diesem Bereich ist ebenfalls eingeschränkt.
Mit myofaszialen Techniken wird erst gelockert, dann mit MET (Muskelenergietechnik) auf gedehnt und weiter chirotherapeutisch die Ansätze befreit. Der Patient ist seither beschwerdefrei, kommt 1mal pro Quartal zur Nachschau und erforderlichenfalls zur „Nachjustierung“. Ansonsten werden lediglich die für dieses Alter erforderlichen Vorsorgeuntersuchungen gemacht.
"Depressionen"
„One apple a day keeps the doctor away“, besagt ein englisches Sprichwort. So dachte auch ein junge Angestellte in einem großen Betrieb. Einen Ausfall könne sie sich nicht leisten. Der tägliche Apfel wurde zur Routine. Nach einigen Wochen bemerkte sie allerdings, dass es ihr immer schlechter ging. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt, Gesichtsausschläge begannen, zur Arbeit musste sie sich geradezu schleppen. Woran mochte dies liegen?
Ärztliche Durchuntersuchung brachte kein Ergebnis. Beste Werte.
Bei der Untersuchung nach osteopathischen Gesichtspunkten wie nach F.X.Mayr fiel allerdings sofort die „Luft im Bauch“ auf und eine geschwollene Zunge mit erheblichen Zahneindrücken. Ein Test nach Professioneller Applied Kinesiology ließ den Verdacht einer Fruktose-Intoleranz aufkommen, der dann im H2-Test noch einmal untermauert werden konnte. Es folgte eine intensive Aufklärung des Krankheitsbildes mit einer Therapie der Resorptionsstörung im Darm und schon ging es wieder bergauf.
Erklärung: Bei Nahrungsmittelintoleranzen kann es zu einem Mangel an Tryptophan, der Vorläufersubstanz von Serotonin, kommen. Der Serotoninmangen führt dann zu depressiven Symptomen. Durch den Verzehr von Süßigkeiten wird die Serotoninproduktion kurzfristig gesteigert, langfristig wird es jedoch zu einem immer stärkeren Tryptophan-mangel kommen, solange der Darm nicht behandelt wird.
"Wunderheilung"
Wegen permanent „Kreuzschmerzen“ wird einer 41jährigen kaufmännischen Angestellten in Teilzeitarbeit sowohl von den verschiedenen Ärzten als insbesondere in der Nachbarschaft (Ratschläge über den Zaun) der Rat erteilt, im Fitness-Studio für die Optimierung der Bauch und Rückenmuskulatur zu sorgen.
(Diesen Ratschlag befolgen inzwischen mehrere Millionen Bundesbürger mit oft zweifelhaften Ergebnissen).
Leider wurden die Beschwerden nicht besser, eher schlechter.
Seit ca. 1 Jahr ist die Patientin nun in meiner Behandlung. Mit osteopathischen Maßnahmen konnten die Abstände der Arztbesuche verringert werden. Die Beschwerden waren aber nicht behoben. Und genau dies sollte das Behandlungsziel sein!
Nach Rücksprache mit dem Betreiber des Fitness-Studios kam man zur Annahme, dass die Patientin das Training wohl übertreiben würde und statt einer Verbesserung eine Verschlechterung eintreten könnte. Ihrer Meinung nach benötigte Sie jedoch das Training, schon aus psychischen Gründen.
Also fahndete ich nach weiteren Dingen, die bisher noch nicht ins Kalkül gezogen wurden.
Einerseits fand sich nach weiterer Diagnostik unter den Gesichtspunkten der AK (Applied Kinesiology) eine erhebliche Übersäuerung des Gewebes auf Grund des Übertrainings aber auch Hinweise auf eine Fehlfunktion des Ileocökalklappe (Darmklappe zwischen Dünn-und Dickdarm).
Nach den üblichen Richtlinien wurde dies behandelt. Bei nochmaliger Diagnostik fiel eine erneute Fehlstellung des Beckens auf. Ursache hierfür war eine Fehlfunktion des Kiefergelenks auf der li. Seite.
Natürlich war für die Patientin dieser Befund sehr unglaubwürdig.
Zur erneuten Einstellung unter Einbeziehung der Kiefergelenke und zur Therapie der CMD (craniomandibulären Dysfunktion) wurde ein erneuter Termin vereinbart.
Die Patientin erschien und erklärte sie sei beschwerdefrei, auch ihre Sehstörungen und Schwindelgefühl sei verschwunden.
„Ich hatte plötzlich das Gefühl mich mal richtig strecken zu müssen, dabei habe ich herzhaft gegähnt – plötzlich hat es im Kiefergelenk geknackt und ich war alle Beschwerden los.
Vielen vielen Dank, Sie hatten Recht, es war das Kiefergelenk.
Ich bin seit mehreren Tagen absolut beschwerdefrei.
Fazit: Die CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ist eine Erkrankung, die im Körper die verschiedensten Symptome auslösen kann.
Die Behandlung der CMD ist inzwischen zu einem Schwerpunkt meiner Praxis geworden.
"Zufall"
Seit mehr als 20 Jahren leidet die nun fast 70-jährige Patientin – sie geht immer noch ihrem Sport nach und ist auch gesellschaftlich agil - an erhöhten Leberwerten. Sämtliche Untersuchungen der vergangenen Jahre, inklusive einer gründlichen Durchuntersuchung in der Universitätsklinik brachten keine brauchbaren Ergebnisse. Bei der letzten Besprechung der Werte war man wie immer etwas ratlos über die Ergebnisse.
Eine Bauchuntersuchung nach den Prinzipien der Osteopathie und Applied Kinesiology brachte mich durch verschiedene Tests auf die Idee, die Papilla Vateri (das ist der gemeinsame Zufluss des Gallengangs und des Ausführungsgangs der Bauchspeicheldrüse in den absteigenden Teil des Zwölffingerdarms) zu behandeln. Ein Versuch durch Viscerale Osteopathie….direkt danach wurde erneut Blut abgenommen – und- der Wert war dem Normbereich sehr nahe, der Niedrigste, den wir je gemessen hatten.
Ergebnis der Behandlung oder Zufall? Kontrollen sind angezeigt und wünschenswert..
„Behandelt, behandelt, behandelt…“
Manchmal, wenn Patienten durch mehrere ärztliche Hände gegangen sind, ohne dass ein Besserung eingetreten ist, frage ich mich schon, warum das Gedankengut im Buch von B.Lown (siehe oben) keine weitere Verbreitung gefunden hat.
Wir schreiben jetzt Ende Mai 2010. Der 45 jährige Patient bringt mir einen Bogen mit Aufzeichnungen mit, gut strukturiert zusammengestellt.
Als Technischer Zeichner benötigt er beide Hände. Erste Anzeichen von Schmerzen im li.Ellenbogen Frühjahr 2008 mit Zunahme bis zum Herbst. Beim Autofahren bereitete bereits das Halten des Lenkrad heftige Schmerzen und war nur mit Mühe möglich.
Tabletteneinnahme gegen den Schmerz, der zunahm, Nebenjob wurde gekündigt.
Therapie durch Hausarzt und Überweisung zum Orthopäden. Diagnose des HA wurde vom Orthopäden bestätigt..Therapie mit Friktionsmassage, Eis und Wärme im Wechsel.
Eigentherapie..
Physiotherapie ca.40 mal-nur kurzfristige Linderung…..
Wegen ausbleibender Besserung zwischendurch Röntgenreizbestrahlung Februar 2009 - keine Besserung
Im Oktober Stilllegung des Armes mittels Gipsschiene. Autofahren nicht mehr möglich.
Drehung des li.Ellenbogens war nach 2 Stunden Arbeit nicht mehr möglich. Hobby Schlagzeugspielen ebenfalls nicht.
Seit 2010 keine Therapie, da Hausarzt keine Massagen mehr verordnete. Vielmehr wurde nun eine Operation in Aussicht gestellt.
Natürlich wurde auch die Therapie nach Dorn versucht - ohne Ergebnis.
Wegen der Fülle der Angaben habe ich manche Dinge weggelassen.
In der Praxis zeigte sich eine Einschränkung der Beweglichkeit im li. Ellenbogen und des Handgelenks.
Nach der Untersuchung folgte eine ca. 5 minütige Behandlung nach osteopathischen Gesíchtspunkten.
Der Patient verließ beschwerdefrei und ohne Einschränkung der Beweglichkeit die Praxis und meinte: „Der mich da her geschickt hat, dem geb ich einen aus“. Und ich…?